Schmerzakademie der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.


Montegrotto Terme (Veneto) bei Padua, Italien

4-Sterne-Hotel "Terme Millepini"

08.-16. Mai 2027

80-Stunden-Kompaktkurs „Spezielle Schmerztherapie“
Kompakt. Kompetent. In kulturell ansprechendem Ambiente.

80-Stunden-Kompaktkurs „Spezielle Schmerztherapie“

Kompakt. Kompetent. In kulturell ansprechendem Ambiente. In direkter Verantwortung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Der 80-Stunden-Kompaktkurs „Spezielle Schmerztherapie“ umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Erkennung und Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen selbstständigen Krankheitswert erlangt hat.
Ziel des Kompaktkurses „Spezielle Schmerztherapie“ ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in spezieller Schmerztherapie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.

Neben dem 80-stündigen Kompaktkurs "Spezielle Schmerztherapie" ist eine mindestens einjährige Weiterbildungszeit bei einem ermächtigten Arzt abzuleisten. 

Der Kompaktkurs „Spezielle Schmerztherapie“ ist auch Voraussetzung für die KV-Zulassung Akupunktur.
Die Konzeption des Kurses entspricht den Anforderungen des Kursbuch der Bundesärztekammer. In der Ausbildung für die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ ist ein entsprechender 80-Stunden-Kurs vorgesehen. Unser Kurs vermittelt die entsprechenden Grundlagen in Theorie und Praxis zur akuten und chronischen Schmerztherapie.


* Grundwissen über Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Schmerzen
* psychische Störungen mit Leitsymptom Schmerz und psychosomatische Wechselwirkungen bei chronischen Schmerzzuständen
* neuropathische Schmerzen
* Kopfschmerzen
* Schmerzen bei vaskulären und viszeralen Erkrankungen
* Tumorschmerz
* Schmerzen im Alter
* Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen
* Muskuloskelettale Schmerzen
* Rückenschmerz
* Schulter-Nacken-Schmerz
* Muskelschmerz
* Schmerzen bei Gelenkerkrankungen
* U.a

Die Dozenten-Faculty besteht insgesamt aus folgenden schmerzmedizinisch ausgewiesenen Persönlichkeiten:
(Änderungen vorbehalten)


Prof. Dr. med. Stefan Wirz, Moderation, wissenschaftliche Leitung Referent.
Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie, Suchtmedizinische Grundversorgung, Palliativmedizin, Akupunktur Intensivmedizin.
Schmerzzentrum der GFO-Kliniken Bonn/Cura Bad Honnef, Lehrbeauftragter der Universität Bonn. Sprecher des Arbeitskreises Tumorschmerz der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
Prof. Dr. med. Christian Geber,
Referent, wissenschaftliche Leitung. 
Neurologie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Fachkunde Geriatrie. Deutsches Schmerz-Zentrum Mainz, Lehrtätigkeit für Universitätsmedizin Mainz. Sprecher des Ständigen Beirates der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
Prof. Dr. med. Martin Marziniak, Neurologie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin und Intensivmedizin. Klinik für Neurologie Zentrum für Intensivmedizin Isar-Amper-Klinikum Region München Lehrbeauftragter der Universität Münster.

Dipl.-Psych. Dr. rer. nat. Anke Diezemann-Prößdorf, Spezielle Schmerzpsychotherapie, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, Achtsamkeits-und akzeptanzorientierte Therapie, Spezielle Psychotraumatologie. Deutsches Schmerz-Zentrum Mainz, Lehrbeauftragte Universitäten Mainz, Uni Göttingen und Uni Gießen. Mitglied Präsidium Deutsche Gesellschaft e.V. für psychologische Schmerztherapie und -forschung.
Dr. med. Mike Zellnig MHBA, Spezielle Schmerztherapie, Psychotherapie (fachgebunden), Palliativmedizin, Verkehrsmedizin, Medizinische Begutachtung, Gesundheitsfürsorge und Prävention, Suchtmedizinische Grundversorgung, Anästhesie. doloricum Schmerzmedizin, Düsseldorf, Lehrbeauftragter der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Lehrbeauftragter der Hochschule der Gesetzlichen Unfallversicherung (HGU).


Prof. Dr. med. Christoph Wiese, 
Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Intensivmedizin Leitender Notarzt, ERC ALS Instructor.
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Herzogin Elisabeth Hospital, Braunschweig. Sprecher des Arbeitskreises Palliativmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (post chair)
Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Kuchta, Neurochirurgie, Spezielle Schmerztherapie. IWIZ - interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum Bonn, GFO-Kliniken Bonn/Cura Bad Honnef, Lehrbeauftragter der Universität Köln
Marie-Theres Wirz, Pain Nurse. Praxis für Schmerztherapie, Bonn

Dr. med. Michael Schenk, Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie, Suchtmedizinische Grundversorgung, Palliativmedizin, Intensivmedizin. 
Zentrum für integrative Schmerzmedizin, Franziskus-Krankenhaus Berlin. Gastprofessor Kiew Medical University (KMU)
Dr. med. Stephan Vinzelberg, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Chirotherapie/Manuelle Medizin, Spezielle Schmerztherapie. Klinik und Tagesklinik für Manuelle Medizin, Sana Klinikum Lichtenberg, akademisches Lehrkrankenhaus der Charité, Berlin

Hinweis zum Erwerb der Zusatz-Bezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“: Voraussetzung zum Erwerb der Zusatz-Bezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ ist die Approbation bzw. eine Berufserlaubnis gemäß § 10 BÄO. Die für die Zulassung zur Prüfung obligate Weiterbildungszeit bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Absatz 1 Satz 2 der Weiterbildungsordnung beträgt 12 Monate.

Hinweis zur Genehmigung von Leistungen der Akupunkturvereinbarung: Der Theorieteil der Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“ erfüllt die fachlichen Anforderungen über die Teilnahme an einem anerkannten interdisziplinären Kurs über Schmerztherapie von 80 Stunden-Dauer als Voraussetzung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Akupunktur bei chronisch schmerzkranken Patienten.

Der Kurs ist als Fortbildung bei der zuständigen Ärztekammer zertifiziert, auch 80 Weiterbildungspunkte werden beantragt.

Präsenzlehre & Kurstermin: Der Kurs findet in Präsenz statt, und zwar in einem sehr charmanten, familiengeführten, 4-Sterne-Hotel „Terme Millepini“, Montegrotto Terme (Veneto) bei Padua, Italien, im Zeitraum 08. Mai 2027 bis 16. Mai 2027 täglich ab morgens. Insgesamt bieten wir Ihnen 80 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten von und mit hoch qualifizierten Referenten/Referentinnen in ansprechender Atmosphäre, mit auch vielen Möglichkeiten zum Knüpfen von beruflichen und privaten Kontakten, und etlichen Optionen ergänzender, italienischer vor Ort Impressionen sowie natürlich der Möglichkeit, vor oder nach dem neuntägigen Kompaktkursblock auf eigene Faust etwas Zeit in der Region Venedig „dranzuhängen“.

Verpflegung: Es stehen während der Veranstaltung kalte und warme Getränke zur Verfügung, die in der Kursteilnahmepauschale bereits inbegriffen sind - zusätzlich zum köstlichen Mittagessen, welches in der Kursteilnahmegebühr ebenfalls inkludiert ist. Die insgesamt nötigen acht Übernachtungen erfolgen in Einzelbelegung in komfortablen Zimmern des Tagungshotels, die Übernachtung mit reichhaltigem Frühstück sind bereits in der Kursteilnahmegebühr pauschal für Sie inkludiert, lediglich eine Belegung mit ggf. mitreisenden Begleitpersonen von Ihnen oder ein verlängerter Aufenthalt bedürfen einer rabattierten Zusatzzahlung. Details nennen Sie uns bitte bei Ihrer Anmeldung online.

Teilnahmegebühr: Die Teilnahmepauschalgebühr beträgt 2.928,00 € (inklusive aktueller gesetzlicher USt Italien von 22%, Änderungen vorbehalten) pro Kursteilnehmer. Der Frühbucherpreis bis zum 31. Januar 2027 beträgt 2.684,00 € (inklusive aktueller gesetzlicher USt Italien von 22%, Änderungen vorbehalten). Mitglieder der deutschen Schmerzgesellschaft e.V. erhalten einen Zusatzrabatt von 80 € (Bruttobetrag inkl. USt): Die Teilnahmepauschalgebühr für Mitglieder beträgt 2.848,00 €. Der Frühbucherpreis (für Mitglieder) bis zum 31. Januar 2027 beträgt 2.604,00 €. Sie können bei der Kursanmeldung die Mitgliedschaft in der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. beantragen, um in den Genuss des Bonus zu kommen.
Im Preis inbegriffen sind: der Kurs, Kursmaterialien, acht Übernachtungen inkl. Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Tagungsgetränke an allen Kurstagen. Lediglich das Abendessen und die individuelle Anreise sind privat zu organisieren.

Stornierung: Änderungen und Stornierungen bedürfen der Schriftform. Im Falle einer Stornierung Ihrerseits bis zum 31. Januar 2027 fällt keine Stornogebühr an. Bei Stornierungen ab dem 01. Februar 2027 bis zum 01. Mai 2027 beträgt die Stornogebühr 70 Prozent. Bei Stornierungen nach dem 01. Mai 2027 oder bei Nichtteilnahme beträgt die Stornogebühr 100 Prozent. Es besteht jedoch die Möglichkeit, einen Ersatzteilnehmer zu benennen.


Ihre Ansprechpartnerin für organisatorische Fragen: Jana Furema
 (furema@schmerzgesellschaft.de)
Ihr Ansprechpartner für inhaltliche Fragen: Thomas Isenberg (isenberg@schmerzgesellschaft.de)
Die Wissenschaftliche Leitung des Kompaktkurses „Spezielle Schmerztherapie“ liegt bei Prof. Dr. med. Stefan Wirz (Bad Honnef), stellvertretender Sprecher des Ständigen Beirats der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. sowie bei Prof. Dr.  med. Christian Geber (DRK-Schmerzzentrum Mainz), Sprecher des Ständigen Beirats der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

Programm

(Änderungen vorbehalten).


Sonntag, 09.05.2027

Modul I - Wirkmechanismen und Ziele medikamentöser, physikalisch-physiotherapeutischer, psychologischer, interventioneller, operativer und komplementärmedizinischer Verfahren 

08:30 – 09:15 Wirkprinzipien und Indikation physiotherapeutischer Maßnahmen (Physikalische Therapie, Manuelle Therapie, Bewegungstherapie) und Trainingstherapie. Referent: Dr. Mike Zellnig

09:15 – 10:00 Wirkprinzipien und Indikation komplementärmedizinischer Verfahren. Video-Patientenbeispiel / Fallvorstellung. Referent: Dr. Mike Zellnig

10:00 – 10:30 Pause 

10:30 – 11:15 Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit Opioide (LONTS, Opioidabhängigkeit, Opiatinduzierte Hyperalgesie). Medikamenten-induzierter Kopfschmerz. Entzugsbehandlung (ambulant, stationär). Dysfunktionaler Medikamentengebrauch und süchtiges Verhalten. Referent: Dr. Mike Zellnig

11:15 – 12:00 Epidemiologie der Einnahme von Analgetika in der Bevölkerung (OTC-Präp.). Referent: Dr. Mike Zellnig

12:00 – 12:45 Indikationen und Vorgehen bei Sympathikusblockaden des cervikalen, thorakalen und lumbalen Grenzstrangs, Diagnostische und therapeutische Nervenblockaden, Intrathekale Analgesieverfahren. Referent: Prof. Stefan Wirz

12:45 – 14:00 Pause        

14:00 – 14:45 Wirkprinzipien und Indikation neurochirurgischer Verfahren: Kraniale, spinale und periphere Dekompressionen. Neuromodulation, ablative Verfahren. Referent: Prof. Stefan Wirz

14:45 – 15:30 Grundlagen der Anamnese, Untersuchung und Befunderhebung von Schmerzpatienten I+ II. Struktur und Durchführung einer bio-psycho-sozialen Anamnese bei einem chronischen Schmerzpatienten. Fragetechnik und Interaktionsgestaltung. Fallvorstellung + Assessment. Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf

15:30 – 16:00 Pause

16:00 – 16:45 Therapiekonzepte: ambulante Therapie, teilstationäre Schmerztherapie, stationäre Schmerztherapie, stationäre psychosomatische Schmerztherapie, stationäre RehabilitationInterdisziplinäre, multimodale Schmerztherapie – Prinzipien und Indikation. Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf

16:45 – 17:30 Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva, Antikonvulsiva, NMDA-Antagonisten, Glukokortikoiden und Psychostimulantien. Referent: Prof. Christian Geber 

17:30 – 18:15 Wirkungen und Nebenwirkungen von Cannabis. Referent: Prof. Christian Geber 


Dienstag, 11.05.2027

08:30 – 09:15 Therapie von Migräne und Spannungskopfschmerz. Fallbeispiel. Untersuchungsworkshop Kopfschmerz. Referent: Prof. Martin Marziniak

09:15 – 10:00 Trigemino-autonome Kopfschmerzen (Cluster-Kopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, Hemicrania continua, SUNCT-Syndrom). Anatomie und Physiologie des trigemino-vaskulären Systems, des trigemino-autonomen Reflexes und trigeminaler Transmittersysteme. Zusammenhang occipitaler und trigeminaler Innervation. Referent: Prof. Martin Marziniak

10:00 – 10:30 Pause    

10:30 – 11:15 Andere primäre Kopfschmerzen (Hustenkopfschmerz, Anstrengungskopfschmerz, Kopfschmerz bei sexueller Aktivität, Kopfschmerz durch Druck und Zug, Münzkopfschmerz, Schlaf-gebundener Kopfschmerz, stechender Kopfschmerz, neu aufgetretener täglicher anhaltender Kopfschmerz). Gruppenarbeit. Referent: Prof. Martin Marziniak

11:15 – 12:00 Systematik, Diagnostik und Differentialdiagnostik der sekundären Kopfschmerzen. Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch. Kopfschmerzen in der Schwangerschaft und Stillzeit. Referent: Prof. Martin Marziniak

12:00 – 12:45 Kopf- und Gesichtsschmerzen: red flags und Notfälle. Fallbeispiele/Quiz. Referent: Prof. Martin Marziniak

12:45 – 14:00 Pause    

Neuropathische Schmerzen II        

14:00 – 14:45 Aktuelle Definition neuropathischer Schmerzen · Schädigungsmechanismen und diagnostische Möglichkeiten, Abgrenzung von nozizeptiven, entzündlichen und myofaszialen Komponenten. 

14:45 – 15:30 Elektrophysiologische Testverfahren: Neurographie, Evozierte Potenziale, Neurographien, Evozierte Potenziale sowie der psychophysischen Verfahren (Quantitativ Sensorische Testung - QST). Referent: Prof. Christian Geber

15:30 – 16:00 Pause    

16:00 – 16:45 Differenzialdiagnose von Mononeuropathien, Polyneuropathien und Neuritiden (Engpass-Syndrome, Large-fiber Neuropathien, Small-fiber Neuropathien, entzündliche, autoimmune Neuropathien. Prof. Dr. med. Christian Geber

16:45 – 17:30 Differenzierung und therapeutische Modulation zentraler Schmerzsyndrome (z. B. Poststroke-Syndrome, spinale Querschnittsyndrome. Prof. Dr. med. Christian Geber

17:30 – 18:15 Medikamentöse (systemische und topische) und nicht-medikamentöse Therapie peripher-neuropathischer Schmerzen. Prof. Dr. med. Christian Geber


Mittwoch, 12.05.2027

Modul III – Muskuloskelettale Schmerzen   

Schulter- und Nackenschmerz        

08:30 – 09:15 Funktionsstörungen der HWS und der Schultergelenke, myofaszialer Schmerz. Referent: Dr. Stephan Vinzelberg

09:15 – 10:00 Neurologische Erkrankungen (z.B. neuralgische Schultermyatrophie). Referent: Dr. Stephan Vinzelberg

10:00 – 10:30 Pause    

10:30 – 11:15 Differentialdiagnostik struktureller Halswirbelsäulen- und Schultererkrankungen. Polymyalgia rheumatica, Rheumatoide Arthritis, Myopathie und Myositis. Referent: Dr. Stephan Vinzelberg

Gelenkerkrankungen, Gelenkfunktionsstörungen und assoziierte myofasziale Funktionsstörungen. 

11:15 – 12:00 Differentialdiagnostik spezifischer Gelenkerkrankungen: Arthrose vs. Arthritis inkl. primäre und sekundäre Arthrose, entzündlich rheumatische Erkrankungen, periartikuläre Schmerzen. Hands-on Untersuchungsworkshop. Referent: Dr. Stephan Vinzelberg


Donnerstag, 13.05.2027

Modul III – Muskuloskelettale Schmerzen 

Gelenkerkrankungen, Gelenkfunktionsstörungen und assoziierte myofasziale Funktionsstörungen       

08:30 – 09:15 Physikalische Therapie bei muskuloskelettalen Schmerzen.Komplementäre Verfahren bei muskuloskelettalen Schmerzen – Gegenirritative Verfahren. Schröpfen, Blutegel, Taping. Referentin: Marie-Theres Wirz

09:15 – 10:00 Komplementäre Verfahren bei muskuloskelettalen Schmerzen – Biofeedback. Referentin: Marie-Theres Wirz

10:00 – 10:30 Pause

10:30 – 11:15 Aktiv entspannende Therapieverfahren bei muskuloskelettalen Schmerzen: Autogenes Training. Referent: Prof. Stefan Wirz

11:15 – 12:00 Algorithmus der Gelenkschmerzabklärung inkl. diagnostische Gelenkblockaden. Untersuchungsworkshop. Referent: Dr. Stephan Vinzelberg

12:00 – 12:45 Hypermobilität. Referent: Dr. Stephan Vinzelberg

12:45 – 14:00 Pause    

Rückenschmerz        

14:00 – 14:45 Neuro-orthopädische Untersuchungsverfahren und Befunderhebung bei wirbelsäulenbezogenen Schmerzen.Funktionspathologie (arthromyofasziale Funktionsstörungen). Untersuchungsworkshop Wirbelsäule. Referent: Dr. Johannes Kuchta

14:45 – 15:30 Differentialdiagnostik spezifischer und nicht spezifischer Rückenschmerz. Referent: Dr. Johannes Kuchta

15:30 – 16:00 Pause    

16:00 – 16:45 Leitliniengerechtes Procedere, Patientenaufklärung und –edukation. Referent: Dr. Johannes Kuchta

16:45 – 17:30 Entzündliche und nicht-entzündliche Rückenschmerzen. Lokale Rückenschmerzen, radikuläre und pseudoradikuläre Symptome. Referent: Dr. Johannes Kuchta

17:30 – 18:15 Strukturpathologien (z.B. Spinalstenose, Osteochondrose). Red flags bei Rückenschmerz. Referent: Dr. Johannes Kuchta


Freitag, 14.05.2027

08:30 – 09:15 Wirkprinzipien und Indikation neurochirurgischer Verfahren: Kraniale, spinale und periphere Dekompressionen; Neuromodulation; Ablative Verfahren. Referent: Dr. Johannes Kuchta

09:15 – 10:00 Operative Therapieoptionen bei muskuloskelettalen Schmerzen. Referent: Dr. Johannes Kuchta

10:00 – 10:30 Pause    

10:30 – 11:15 Muskelschmerz, weitverbreitete Schmerzen (Syn.: widespread pain). Differenzierung von weitverbreitetem Schmerz, Fibromyalgiesyndrom, somatoformer Störung und depressiver Störung. Fakultativsymptome, Körperbeschwerden, Komorbiditäten. Video-Patientenbeispiel / Fallvorstellung. Referent: Dr. Michael Schenk

11:15 – 12:00 Spontanverlauf und biopsychosoziales Chronifizierungsmodell: Risikofaktoren, Pathogenese, Besonderheiten des Muskelschmerzes, Muskelschmerz und Hyperalgesie. Referent: Dr. Michael Schenk

12:00 – 12:45 Differenzierung Myalgie, Myopathie, Myositis, neurogene, arthrogene, periartikuläre Krankheitsbilder, radikuläre und pseudoradikuläre, projizierte und entzündliche Schmerzen (klinische Kriterien). Subgruppendifferenzierung, Therapieprognose. Referent: Dr. Michael Schenk

12:45 - 14:00 Pause    

14:00 – 14:45 Muskelschmerz und wide-spread pain – nicht-medikamentöse Therapieoptionen. Referentin: Marie-Theres Wirz

Modul IV – Diverse Schmerzsyndrome        

Schmerzen im Alter        

14:45 – 15:30 Epidemiologie der Schmerzen im Alter. Allgemeine und spezielle, ambulante und (teil-)stationäre Versorgungsstrukturen für Ältere mit chronischen Krankheiten. Bio-psycho-soziales Behandlungsmodell in der Geriatrie. Standardisierte Erfassungsinstrumente für Schmerz und Funktion. Besonderheiten beim Einsatz von Medikamenten unter Berücksichtigung der Veränderung von Organstrukturen und -funktion.Wechselwirkungen bei Multimedikation (Priscusliste, FORTA-Liste, START/STOPP). Referent: Prof. Christoph Wiese

15:30 – 16:00 Pause    

16:00 – 16:45 Bedeutung suizidaler Gedanken und Absichten.Substanzmissbrauch. Referent: Prof. Christoph Wiese

Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen

16:45 – 17:30 Epidemiologie der Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Allgemeine und spezielle, ambulante und (teil-)stationäre Versorgungsstrukturen für Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten. Bio-psycho-soziales Modell chronischer Schmerzen im Kinder- und Jugendalter. Standardisierte Erfassungsinstrumente für chronische Schmerzen und Komorbiditäten wie Depression und Angst. Referent: Prof. Stefan Wirz

17:30 – 18:15 Familienzentrierte und systemische Herangehensweise an chronische Erkrankungen. Differentialdiagnostische Überlegungen beim Symptom Schmerz im Kindes- und Jugendalter unter Einbeziehung psychischer Erkrankungen und Kindswohlgefährdung Altersentsprechende Darreichungsformen und körpergewichtsbezogene Dosen von Analgetika und Co-Analgetika unter Berücksichtigung des Zulassungsstatus und deren mögliche rechtliche Herausforderungen. Bedeutung psychosozialer Interventionen im Gegensatz zu medikamentösen Therapien bei psychosomatischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Bedeutung suizidaler Gedanken und Absichten. Substanzmissbrauch. Referent: Prof. Stefan Wirz


Samstag, 15.05.2027

Schmerzen des Gefäßsystems - Thorakale, viszerale und urogenitale Schmerzsyndrome        

08:30 – 09:15 Symptomatik der vaskulären Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der chronischen Verlaufsformen: Herz (Angina pectoris), Extremitäten (pAVK), Mesenterialgefäße (Angina abdominalis), Angiitiden und Raynaudsymptomatik. Venöse Erkrankungen (Vaskulitiden, Pyoderma gangränosum). Ätiologie-orientierte Therapiestrategien: - Ausschaltung von Risikofaktoren - Behandlung der Begleiterkrankung - Gefäßlumen öffnende Verfahren und Gefäßrekonstruktionen. Symptomatische Therapiestrategien. Referent: Dr. Michael Schenk

09:15 – 10:00 Symptomatik viszeraler Schmerzen: Chronische thorakale Schmerzen - Chronische Bauchschmerzsyndrome - Chronische urogenitale Schmerzsyndrome (z. B. interstitielle Cystitis), einschließlich vaginaler Schmerzsyndrome und Beckenbodenschmerzen, Endometriose. Indikationsstellung invasiver Verfahren (z. B. SCS bei KHK, Pudendusblockade) und psychotherapeutischer Interventionen. Referent: Dr. Michael Schenk

10:00 – 10:30 Pause    

Tumorschmerzen        

10:30 – 11:15 Differenzierung von tumorbedingten, tumorassoziierten, therapiebedingten und tumorunabhängigen Schmerzen. Referent: Prof. Christoph Wiese

11:15 – 12:00 Myofasziale Schmerzen, Weichteilschmerzen, viszerale Schmerzen, (radiogene) Plexusschädigung. Referent: Prof. Christoph Wiese

12:00 – 12:45 Knochenschmerzen. Referent: Prof. Stefan Wirz

12:45 - 14:00 Pause    

14:00 – 14:45 Verwendung von NMDA-Antagonisten. Toleranz und Hyperalgesieentstehung. Opioidrotation.Behandlung von episodischen Schmerzen (Basis- und Anfallstherapie). Referent: Prof. Christoph Wiese

14:45 – 15:30 Behandlung von metastatisch bedingten Knochenschmerzen einschließlich perkutaner Radiatio, Vertebroplastie und Radionukliden.Indikation, Durchführung und Überwachung von epiduralen und intrathekalen Schmerzpumpen, Ggl. coeliacum-Neurolyse, Chordotomie. Prozedurale Schmerztherapie bei Ascitespunktionen, Katheteranlagen. Referent: Prof. Christoph Wiese

15:30 – 16:00 Pause    

16:00 – 16:45 Symptomkontrolle: Neuropsychiatrische Syndrome. Referent: Prof. Christoph Wiese

16:45 – 17:30 Symptomkontrolle: gastrointestinale Symptome (Ileus, Subileus). Referent: Prof. Stefan Wirz

17:30 – 18:15 Symptomkontrolle: Dyspnoe. Referent: Prof. Stefan Wirz


Sonntag, 16.05.2027

08:00 – 08:45 Schmerztherapie in den letzten Lebensstunden. Total pain-Konzept. Ziele der Palliativmedizin und ihre Umsetzung, Unterschiede zum Hospiz, Hospizversorgung, AAPV, SAPV. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung. Ärztliche Entscheidungen am Lebensende. Referent: Prof. Christoph Wiese

08:45 – 09:30 Kommunikation, supportive psychologische Maßnahmen und spirituelle Bedürfnisse. Video-Patientenbeispiel / Fallvorstellung. Referent: Prof. Christoph Wiese

09:30 – 10:00 Pause    

Persistierende Schmerzen nach Operationen und Trauma        

10:00 – 10:45 Häufigkeit und Beziehung von persistierenden Schmerzen zu spezifischen Operationen und Traumafolgen. Referent: Prof. Stefan Wirz

10:45 – 11:30 Toleranz und Hyperalgesieentstehung. Referent: Prof. Stefan Wirz

11:30 – 12:15 Patientenspezifische, operationsspezifische prä-, intra- und postoperative sowie traumaspezifische. Risikofaktoren für Chronifizierungen. Referent: Prof. Stefan Wirz

12:15 – 13:00 Pharmakologisch präventive Ansätze. Referent: Prof. Stefan Wirz

13:00 - 14:00 Feedback – Verabschiedung – Organisatorisches. 


Montag, 10.05.2027

Modul II – Schmerzhafte Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems, psychische Komorbiditä.  Primär psychische Schmerzsyndrome und psychische Komorbidität bei chronischen Schmerzzuständen 

08:30 – 09:15 Standardisierte Dokumentation (Fragebogenassessment). Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf

09:15 – 10:00 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychologischen Faktoren. Verhaltensfaktoren im Umgang mit Schmerzen (fear avoidance, endurance-Verhalten). Video. Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf

10:00 – 10:30 Pause    

10:30 – 11:15 Psychologische Therapieverfahren.Indikationsstellung psychotherapeutischer Verfahren bei primär psychischen Schmerzsyndromen bzw. psychischen Komorbiditäten bei Schmerzsyndromen. Wirkprinzipien und Indikation psychologischer Verfahren (bewältigungs- und klärungsorientiertes; symptom- und problemorientiertes Vorgehen. Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf

11:15 – 12:00  Psychische Komorbidität bei chronischem Schmerz organischer Genese (Angststörungen, PTBS, depressive Störungen, Somatisierungen, Emotional-Instabile Persönlichkeitsstörungen) und deren Einfluss auf das Schmerzerleben. Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf

12:00 – 12:45 Einfluss biographischer und stressbezogener Erfahrungen auf Schmerzentstehung und -chronifizierung. Interaktionelle, traumatische und bindungsbezogene Einflussfaktoren auf Schmerzentstehung und –aufrechterhaltung. Referentin: Dr. Anke Diezemann-Prößdorf   

12:45 - 14:00 Pause

Neuropathische Schmerzen I        

14:00 – 14:45 Pathophysiologie und Therapie von Stumpf- und Phantomschmerzen, des Komplexen Regionalen Schmerzsyndroms und sympathisch unterhaltener Schmerzen (SMP) CRPS Fallbeispiel. Gruppenarbeit. Referent: Prof. Stefan Wirz

Kopf- und Gesichtsschmerzen 

14:45 – 15:30 Gesichts- und Kopfneuralgien und idiopathischer anhaltender Gesichtsschmerz. Sekundäre Gesichtsschmerzen (Postzoster-Neuralgie, zahnärztliche, MKG- und HNO-ärztliche.Differenzialdiagnosen, kraniomandibuläre Dysfunktion)Indikation und Durchführung der medikamentösen Akuttherapie und Prophylaxe sowie nicht-medikamentöser Verfahren. Patientenvideo. Referent: Prof. Stefan Wirz

15:30 – 16:00 Pause    

16:00 – 16:45 Systematik, Diagnostik und Differentialdiagnostik der Gesichtsschmerzen. Referent: Prof. Stefan Wirz

16:45 – 17:30 Neurologische Untersuchungstechniken und Befunderhebung. Systematik, Diagnostik und Differentialdiagnostik der primären Kopfschmerzen. Referent: Prof. Martin Marziniak

17:30 – 18:15 Spannungskopfschmerz. Migräne mit und ohne Aura einschließlich der Sonderformen. Referent: Prof. Martin Marziniak


Samstag, 08.05.2027

10:00 - 10:45 Get-Together – Begrüßung – Organisatorisches. Vorstellung der Referent:innen

Modul I – Grundlagen der Schmerzmedizin 

10:45 – 11:30 Neurophysiologische Grundlagen der Schmerzentstehung und Schmerzverarbeitung einschließlich der Schmerzchronifizierung. Referent: Prof. Stefan Wirz

11:30 – 12:15 Ursachen, Epidemiologie und Prävention chronischer Schmerzen. Referent: Prof. Stefan Wirz

12:15 – 13:00 Bio-psycho-soziales Schmerzmodell. Biologische Chronifizierungsfaktoren - Psychosoziale Chronifizierungsfaktoren - Iatrogene Chronifizierungsfaktoren - Auswirkungen chronischer Schmerzen - Video-Patientenbeispiel. Referent: Prof. Stefan Wirz

13:00 – 14:00 Pause

14:00 – 14:45 Auswirkungen chronischer Schmerzen auf Aktivität und Teilhabe in Abhängigkeit von Kontextfaktoren (Grundprinzip der ICF-Klassifikation). Referent: Dr. Mike Zellnig

14:45 – 15:30 Gesprächsführung und Edukation für Menschen mit chronischen Schmerzen und deren Angehörigen, Möglichkeiten der Aktivierung der individuellen. Patientenressourcen. Referent: Dr. Mike Zellnig

15:30 – 16:15 Psychische Erkrankungen mit Leitsymptom Schmerz. Symptomatik und Behandlung der somatoformen Schmerzstörung unter Berücksichtigung des Einflusses offener Sozialfragen (z.B. Begutachtung wegen BU, EU oder MdE). Referent: Dr. Mike Zellnig

16:15 – 16:45 Pause

16:45 – 17:30 Leitlinien zur Begutachtung chronischer Schmerzzustände bestehender Zielkonflikte wie versicherungsrechtliche Auseinandersetzungen. Möglichkeiten und Grenzen von Schmerzkonferenzen und Qualitätszirkeln. Einsatz von Digital Health Anwendungen (Gesundheit-Apps, telemedizinische Verfahren etc.). Referent: Dr. Mike Zellnig

Wirkmechanismen und Ziele medikamentöser, physikalisch-physiotherapeutischer, psychologischer, interventioneller, operativer und komplementärmedizinischer Verfahren

17:30 – 18:15 Wirkungen und Nebenwirkungen inkl. Kontraindiktionen von Nichtopioid-Analgetika, Myotonolytika. Referent: Prof. Stefan Wirz

18:15 – 18:30 Pause

18:30 – 19:15 Wirkungen und Nebenwirkungen von Opioiden inkl. (L-)Methadon - WHO-Empfehlungen zur Tumorschmerztherapie und Anwendungsprinzipien. Verordnung von Opioiden und BTM-pflichtigen. Koanalgetika - Konzept zum differenzierten Einsatz der Applikationsformen (oral, rektal, transdermal, buccal, intravenös, subkutan) Kontrolle der Nebenwirkungen. Referent: Prof. Stefan Wirz

19:15 – 20:00 Wirkprinzipien und Indikation physiotherapeutischer Maßnahmen – TENS. Referentin: Marie-Theres Wirz

20:00 Uhr Gemeinsames Abendessen

Anmeldung

Hiermit melden Sie sich verbindlich und kostenpflichtig  zum 80-Stunden-Kompaktkurs "Spezielle Schmerztherapie"

Wir möchten darauf hinweisen, dass es wichtig ist, das Anmeldeformular nur einmal auszufüllen und für die Registrierung eine eindeutige E-Mail-Adresse zu verwenden. 

Bitte beachten Sie, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal für die Anmeldung verwendet werden darfum Doppelregistrierungen und Missverständnisse zu vermeiden. Dadurch können wir sicherstellen, dass jede Anmeldung ordnungsgemäß erfasst wird und der Anmeldeprozess reibungslos verläuft. 

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Zusammenarbeit.

*Mit der Anmeldung  erkläre ich mich damit einverstanden, dass meine personenbezogenen Daten für die Abwicklung des Kurses u. a. an Dritte (Mitteilnehmer z. B. für die Bildung von Fahrgemeinschaften, Ärztekammern für die Vergabe von Fortbildungspunkten usw.) zur weiteren elektronischen Bearbeitung und Speicherung genutzt werden. Ich kann meine Einwilligung jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen. Ich willige ein, dass die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. mich postalisch oder per E-Mail über aktuelle Themen und Informationen via Newsletter informiert. Ich kann meine Einwilligung jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen.